40/2026 | Diane Dammers | Volkswirtschaft, Außenhandel, Preise, Arbeit

Die Wirtschaft in Rheinland-Pfalz 2025

Lage der Wirtschaft bleibt angespannt – Exporte steigen trotz handels- und geopolitischer Konflikte

27. April 2026

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Diane Dammers
Diplom-Volkswirtin, Diplom-Kauffrau
Leiterin Referat „Analysen Wirtschaft“
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Die Situation der rheinland-pfälzischen Wirtschaft blieb 2025 angespannt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt schrumpfte das vierte Jahr in Folge, und in den meisten Wirtschaftsbereichen sank die Bruttowertschöpfung. Auch auf dem Arbeitsmarkt hinterlässt die anhaltend schwache Konjunktur Spuren. Die Erwerbstätigenzahl ging leicht zurück. Zugleich stieg die Zahl der Arbeitslosen und die Zahl der offenen Stellen nahm ab. Diese und weitere Informationen enthält die Statistische Analyse „Die Wirtschaft in Rheinland-Pfalz – Jahreswirtschaftsbericht 2025“, die das Statistische Landesamt Ende März 2026 zusammen mit den aktuellen Ergebnissen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen präsentierte. Dieser Beitrag fasst die wesentlichen Ergebnisse der Analyse zusammen und gibt den Datenstand zum Redaktionsschluss des Jahreswirtschaftsberichts am 24. März 2026 wieder.

Wirtschaft schrumpft das vierte Jahr in Folge

Die rheinland-pfälzische Wirtschaftsleistung verringerte sich 2025 das vierte Jahr in Folge. Nach vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt 2025 um 0,5 Prozent. Im Bundesdurchschnitt entwickelte sich die Wirtschaft besser als in Rheinland-Pfalz; die deutsche Wirtschaftsleistung legte um 0,2 Prozent zu. In den Bundesländern reichte die Spannweite der Veränderungsraten des Bruttoinlandsprodukts von –0,9 Prozent im Saarland bis +1,4 Prozent in Bremen und Mecklenburg-Vorpommern. Rheinland-Pfalz belegte im Ländervergleich Rang 14.

Preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt

Messzahl: 2015=100

© Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

Im Produzierenden Gewerbe schrumpfte die Bruttowertschöpfung 2025 preisbereinigt um 1,6 Prozent. Daran hatte die Industrie als größter Teilbereich des Produzierenden Gewerbes einen wesentlichen Anteil. Zum relativen Rückgang der gesamten rheinland-pfälzischen Bruttowertschöpfung trug die Industrie 2025 fast die Hälfte bei. In einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld, das unter anderem durch anhaltend hohe Energiekosten, die Aufwertung des Euro und die daraus resultierende Verteuerung von Exporten in den Dollarraum, US-Importzölle sowie eine zunehmende Konkurrenz auf dem Weltmarkt – insbesondere aus China – geprägt war, verringerte sich die Bruttowertschöpfung des stark exportorientierten Verarbeitenden Gewerbes 2025 preisbereinigt um 1,4 Prozent (Deutschland: –1 Prozent). Der Rückgang fiel allerdings deutlich schwächer aus als in den Jahren zuvor; 2023 und 2024 war die industrielle Wertschöpfung in Rheinland-Pfalz um elf bzw. 5,1 Prozent gesunken. 

Der Wertschöpfungsanteil der Industrie verringerte sich 2025 um 0,4 Prozentpunkte auf gut 20 Prozent und erreichte damit einen historischen Tiefststand. Im Vergleich der Länder hat Rheinland-Pfalz damit nur noch den sechsthöchsten Industrieanteil. Mit Abstand an der Spitze liegt Baden-Württemberg (30 Prozent), gefolgt von Bayern (23 Prozent). In Deutschland belief sich der Wertschöpfungsanteil des Verarbeitenden Gewerbes 2025 auf gut 19 Prozent.

Das Baugewerbe litt wie in den Jahren zuvor unter schwierigen Rahmenbedingungen und trug ebenfalls zum Wertschöpfungsrückgang im Produzierenden Gewerbe bei. Die Bauzinsen sanken zwar geringfügig, waren aber im längerfristigen Vergleich noch relativ hoch. Die Zahl der Baugenehmigungen erhöhte sich kräftig, allerdings ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau. Der Preisanstieg im Baugewerbe, insbesondere bei den Bauleistungen, war erneut deutlich, wenn auch nicht so stark wie 2022 und 2023. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung des Baugewerbes verringerte sich 2025 um 2,3 Prozent (Deutschland: –2,9 Prozent). 

Die Wertschöpfung des Sektors „Land- und Forstwirtschaft, Fischerei“ schwankt sehr stark. Nach einem Wachstum 2024 (+3,6 Prozent) musste der Bereich 2025 Einbußen hinnehmen. Die Bruttowertschöpfung sank preisbereinigt um 4,7 Prozent (Deutschland: +0,5 Prozent). Der Anteil dieses Sektors an der gesamten Wirtschaftsleistung ist allerdings mit 1,4 Prozent sehr gering; er liegt in Rheinland-Pfalz aber über dem Bundesdurchschnitt von einem Prozent. 

Preisbereinigte Bruttowertschöpfung 2025

Nach ausgewählten Wirtschaftsbereichen; Veränderung zum Vorjahr in %

© Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

Im Dienstleistungssektor schrumpfte die Bruttowertschöpfung 2025 geringfügig, und zwar um 0,2 Prozent (Deutschland: +0,6 Prozent). Der Anteil der Dienstleistungsbereiche an der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung lag in Rheinland-Pfalz bei 69 Prozent (Deutschland: 71 Prozent). Der Beitrag des Dienstleistungssektors zum Rückgang der gesamten Wirtschaftsleistung betrug –0,1 Prozentpunkte.

Die Entwicklung in den Teilbereichen des Dienstleistungssektors verlief unterschiedlich. Im Teilsektor „Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleistungen, Grundstücks- und Wohnungswesen“ nahm die preisbereinigte Bruttowertschöpfung ab (–0,7 Prozent; Deutschland: –0,6 Prozent). Dieser Rückgang ist vor allem auf den Teilbereich „Finanz- und Versicherungsdienstleistungen“ zurückzuführen, dessen Wertschöpfung mit –4,9 Prozent deutlich sank. Aber auch die Unternehmensdienstleistungen mussten Einbußen hinnehmen (–0,7 Prozent). Im Teilbereich „Grundstücks- und Wohnungswesen“ stieg die Wertschöpfung hingegen um 0,4 Prozent. Der Anteil des Teilsektors „Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleistungen, Grundstücks- und Wohnungswesen“ an der gesamten Wertschöpfung betrug im Berichtsjahr 23 Prozent. 

Der Teilsektor „Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information und Kommunikation“ ist mit einem Wertschöpfungsanteil von 20 Prozent der kleinste der drei Dienstleistungsbereiche. In diesem Bereich stagnierte die Wertschöpfung in Rheinland-Pfalz nahezu (–0,1 Prozent), während sie im Bundesdurchschnitt um 1,3 Prozent zulegte. Zwar verzeichnete der Teilbereich „Handel, Verkehr und Lagerei, Gastgewerbe“ einen Zuwachs von 0,5 Prozent, die Bruttowertschöpfung im Abschnitt „Information und Kommunikation“ nahm hierzulande jedoch um 3,2 Prozent ab. 

Im Teilsektor „Öffentliche und sonstige Dienstleistungen, Erziehung, Gesundheit“ erhöhte sich die preisbereinigte Bruttowertschöpfung leicht (+0,3 Prozent). Der Anstieg fiel allerdings deutlich schwächer aus als in Deutschland (+1,2 Prozent). Mit einem Anteil von 26 Prozent ist dies der größte Teilbereich des Dienstleistungssektors. Innerhalb dieses Teilsektors erhöhte sich die Wirtschaftsleistung des vom Staat geprägten Bereichs „Öffentliche Dienstleistungen, Erziehung, Gesundheit“ um 0,5 Prozent. Im kleinen Teilbereich „Sonstige Dienstleistungen“ lag die Wertschöpfung dagegen um 0,6 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Zu diesem Bereich gehören unter anderem künstlerische und unterhaltende Tätigkeiten. 

Das Arbeitsvolumen erholte sich 2025 teilweise von dem Rückgang im Jahr zuvor. Insgesamt wurden 2,7 Milliarden Arbeitsstunden geleistet. Das waren 7,9 Millionen Stunden bzw. 0,3 Prozent mehr als 2024 (Deutschland: –0,2 Prozent). Dies ist vor allem auf die Zunahme der durchschnittlichen Arbeitszeit von marginal Beschäftigten und Teilzeitbeschäftigten zurückzuführen. Jede bzw. jeder Erwerbstätige in Rheinland-Pfalz arbeitete 2025 durchschnittlich 1.316 Stunden, also fünf Stunden bzw. 0,4 Prozent mehr als im Vorjahr.  

Die Ausgaben der Unternehmen für das Arbeitnehmerentgelt stiegen 2025 erneut deutlich, wenn auch mit nachlassender Dynamik. Nach den Hochinflationsjahren 2021 bis 2023, die zu Reallohnverlusten führten, gab es noch Nachholeffekte bei den Tarifabschlüssen. Der Mindestlohn wurde zum 1. Januar 2025 erneut angehoben. Das Gesamtvolumen des Arbeitnehmerentgelts legte um 4,3 Prozent zu (Deutschland: +5,1 Prozent). Das Arbeitnehmerentgelt umfasst sämtliche Geld- und Sachleistungen, die den Beschäftigten zufließen (einschließlich der Sozialbeiträge der Arbeitgeber). Die Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stagnierte nahezu, deshalb erhöhte sich das Entgelt je Arbeitnehmerin bzw. Arbeitnehmer in ähnlichem Ausmaß wie die Entgeltsumme, und zwar um 4,4 Prozent (Deutschland: +5 Prozent). Da das Arbeitsvolumen in Rheinland-Pfalz leicht zunahm, stieg das Entgelt je geleisteter Arbeitsstunde etwas schwächer (+3,7 Prozent; Deutschland: +5 Prozent). 

Werden die Entgelte je Arbeitnehmer bzw. je Arbeitnehmerstunde, also die Lohnkosten, ins Verhältnis gesetzt zur Arbeitsproduktivität, d. h. zum preisbereinigten Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen (Personenkonzept) bzw. je Erwerbstätigenstunde (Stundenkonzept), so ergeben sich die Lohnstückkosten. Sie sind ein wichtiger Indikator für die Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft. Die gesamtwirtschaftlichen Lohnstückkosten nahmen 2025 ebenfalls wieder kräftig zu. Sie erhöhten sich nach dem Personen- bzw. dem Stundenkonzept um 4,8 bzw. 4,6 Prozent (Deutschland: +4,7 bzw. +4,5 Prozent). Dazu trug vor allem der Anstieg des Entgelts je Arbeitnehmer bzw. je Arbeitnehmerstunde, aber auch der Rückgang der Arbeitsproduktivität bei.

In vielen Industriebranchen sinken die Umsätze

Um die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen im Detail zu analysieren, ist ein Rückgriff auf verschiedene Konjunkturstatistiken erforderlich. Diese Statistiken enthalten keine Angaben zur Bruttowertschöpfung, sodass die Entwicklung auf Branchenebene stattdessen anhand der Umsätze dargestellt wird. Die Umsätze entsprechen in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen in etwa dem Produktionswert. Werden vom Produktionswert die Vorleistungen subtrahiert, ergibt sich die Bruttowertschöpfung.

Die Industriebetriebe[1] mit 50 und mehr tätigen Personen erzielten 2025 insgesamt 96,5 Milliarden Euro Umsatz. Gegenüber dem Vorjahr nahmen die nominalen Erlöse leicht um 0,4 Prozent ab (Deutschland: –1,4 Prozent). Die Industrie in Rheinland-Pfalz ist stark auf den Export ausgerichtet. Seit 2010 erzielte sie jedes Jahr mehr als die Hälfte der Umsätze im Ausland. Die Exportquote stieg 2025 um 0,4 Prozentpunkte auf 56 Prozent. Unter den westdeutschen Flächenländern wies die Industrie in Rheinland-Pfalz hinter Baden-Württemberg, Bayern und Hessen die vierthöchste Exportquote auf. Zugleich lag die Quote 2,8 Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt von 53 Prozent. 

Da sich der Absatz in die Länder der Eurozone positiv entwickelte, stiegen die Auslandsumsätze 2025 leicht um 0,3 Prozent (Deutschland: –0,3 Prozent). Im Inland setzten die rheinland-pfälzischen Industriebetriebe 1,4 Prozent weniger um als im Jahr zuvor (Deutschland: –2,6 Prozent). Dies ist der dritte Umsatzrückgang im Inlandsgeschäft in Folge. Ein Grund dafür ist die anhaltend schwache Binnenkonjunktur. Zudem dürften strukturelle Ursachen eine Rolle spielen, beispielsweise in der Automobilindustrie.

In der Vorleistungsgüterindustrie lagen die Umsätze 2025 um 3,1 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres (Deutschland: –4,5 Prozent). Viele Bereiche der Vorleistungsgüterindustrie zählen zu den energieintensiven Branchen. Auf Industriezweige, die überdurchschnittlich energieintensiv produzieren,[2] entfielen 2025 mit 57 Prozent mehr als die Hälfte der gesamten Industrieumsätze in Rheinland-Pfalz. In Deutschland hatten diese Branchen nur einen Umsatzanteil von 32 Prozent. Die energieintensiven Branchen waren in den vergangenen Jahren in besonderem Maße von den hohen Energiepreisen betroffen. Zwar nahmen die Energiepreise 2025 das dritte Jahr in Folge ab, im längerfristigen Vergleich lagen sie aber immer noch auf hohem Niveau. In der Investitionsgüterindustrie, zu der unter anderem der Maschinenbau und die Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen zählen, legten die Umsätze 2025 um 2,2 Prozent zu (Deutschland: +0,5 Prozent). Dieser Anstieg konnte jedoch das zweistellige Umsatzminus des Vorjahres nicht kompensieren. Die Konsumgüterproduzenten, die Gebrauchs- und Verbrauchsgüter wie zum Beispiel Nahrungsmittel oder Pharmazeutische Erzeugnisse herstellen, erzielten 2025 vier Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr (Deutschland: –0,2 Prozent).[3]

Nominaler Umsatz in der Industrie

Nach ausgewählten Branchen; Messzahl: 2019=100

© Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

Sieben der zehn umsatzstärksten Industriebranchen verzeichneten 2025 Umsatzeinbußen, darunter auch die Chemieindustrie als die mit Abstand größte Branche. Die Hersteller chemischer Erzeugnisse trugen 2025 mit 27 Prozent mehr als ein Viertel zu den gesamten rheinland-pfälzischen Industrieumsätzen bei. Die Umsätze der Chemieindustrie sanken 2025 um 3,5 Prozent. Das war das dritte Jahr mit einem Umsatzrückgang in Folge. Als energieintensive Branche ist die Chemieindustrie besonders von den anhaltend hohen Energiepreisen betroffen. Der Maschinenbau und die Kfz-Industrie, die zweit- und drittgrößte Industriebranche, setzten 2025 zwar mehr um als im Vorjahr (+3,2 bzw. +1,6 Prozent). Allerdings reichten diese Umsatzsteigerungen nicht aus, um die Einbußen von 2024 auszugleichen. Während die Umsätze im Maschinenbau 2025 aber deutlich über dem Niveau von 2019 lagen, waren sie in der Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie stark rückläufig. In der Gummi- und Kunststoffindustrie, der viertgrößten Branche, sanken die Umsätze 2025 um 3,7 Prozent. Die Nahrungs- und Futtermittelindustrie, die fünftgrößte Branche, musste 2025 geringe Umsatzeinbußen hinnehmen (–0,4 Prozent). Mittelfristig verlief die Umsatzentwicklung in der Branche allerdings positiv. Die Nahrungs- und Futtermittelindustrie kam besser durch die Coronapandemie als die anderen großen Branchen und konnte das 2023 erreichte Umsatzniveau in den Folgejahren annähernd halten, obwohl sie energieintensiv produziert.

Umsatzwachstum im Bauhauptgewerbe – Einbußen im Ausbaugewerbe

Die Betriebe im Bauhauptgewerbe von Rechtlichen Einheiten mit 20 und mehr tätigen Personen, die im Rahmen der Konjunkturerhebung befragt wurden, erwirtschafteten 2025 baugewerbliche Umsätze in Höhe von 5,4 Milliarden Euro. Nominal, also in jeweiligen Preisen, lagen die Umsätze mit +7,8 Prozent deutlich über dem Niveau von 2024 (Deutschland: +4,9 Prozent). 

An diesem kräftigen Umsatzplus hatten beide Teilbereiche des Bauhauptgewerbes, der Hochbau und der Tiefbau, einen Anteil. Die Tiefbaubetriebe in Rheinland-Pfalz erzielten 8,3 Prozent höhere Umsätze als im Vorjahr. Dazu trugen alle drei Teilbereiche des Tiefbaus bei: Der sonstige öffentliche Tiefbau und der gewerbliche Tiefbau verzeichneten jeweils Zuwächse in Höhe von elf Prozent. Zum gewerblichen Tiefbau zählen unter anderem der Bau von Bahnverkehrsstrecken und von Kabelnetzen, beispielsweise für den Breitbandausbau. Im Straßenbau stiegen die Umsätze um 4,6 Prozent. Im Hochbau erhöhten sich die Erlöse ebenfalls deutlich (+7,2 Prozent). Die drei Teilbereiche des Hochbaus entwickelten sich allerdings unterschiedlich. Im gewerblichen Hochbau wuchsen die Umsätze kräftig um 14 Prozent. Im öffentlichen Hochbau, der Bautätigkeiten für Körperschaften des öffentlichen Rechts und Organisationen ohne Erwerbszweck umfasst, lagen sie um 7,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Im Wohnungsbau liefen die Geschäfte hingegen schlechter als 2024. Die Umsätze sanken um 3,2 Prozent; dies war der dritte Rückgang in Folge.

Die Betriebe des Ausbaugewerbes erzielten 2025 Umsätze in Höhe von 3,4 Milliarden Euro. Ausgehend von dem Rekordniveau des Vorjahres bedeutet dies ein Minus von 5,7 Prozent (Deutschland: +2 Prozent). Für den Rückgang war hauptsächlich der Teilbereich Bauinstallation verantwortlich, der unter anderem die Elektroinstallation sowie Gas-, Wasser- und Heizungsinstallation umfasst und 2024 kräftige Umsatzsteigerungen verbucht hatte. In diesem Segment sanken die Erlöse 2025 um 6,3 Prozent. Aber auch im sonstigen Ausbaugewerbe fielen die Umsätze 2,4 Prozent niedriger aus als im Vorjahr. 

Nominaler Umsatz im Bauhauptgewerbe 2025 nach Bauart und Auftraggeber

Veränderung des baugewerblichen Umsatzes zum Vorjahr in %

© Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz