Mehr als ein Viertel der Erntemenge entfiel auf Riesling mit 1,5 Millionen Hektolitern. Das sind 1,9 Prozent weniger als im Vorjahr und ein Prozent weniger als der Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2024. Weitere wichtige Rebsorten wie Müller-Thurgau und Dornfelder lagen deutlich unter den langjährigen Durchschnitten und verfehlten diese um 24 bzw. 33 Prozent.
Fazit
Die Landwirtschaft in Rheinland-Pfalz zeigte sich im Anbaujahr 2024/25 insgesamt bemerkenswert resilient. Trotz extremer Witterungsverläufe mit Hitze, Trockenheit und Starkniederschlägen fiel die Getreideernte überdurchschnittlich gut aus. Maßgeblich trugen die ausgeweiteten Anbauflächen – insbesondere beim Winterweizen – sowie deutlich höhere Hektarerträge dazu bei. Die verlängerte Vegetationszeit und der milde Winter wirkten sich hier überwiegend positiv aus. Auch Raps, Kartoffeln und Silomais erzielten sehr gute Ergebnisse und stabilisierten die landwirtschaftliche Gesamtsituation. Demgegenüber stand eine unterdurchschnittliche Weinmosternte, die vor allem durch starke Niederschläge und Fäulnisdruck im Spätsommer geprägt war. Die Obsternte konnte sich nach schwachen Vorjahren deutlich erholen und lieferte überdurchschnittliche Erträge.
Insgesamt verdeutlicht das Jahr 2025 die wachsende Bedeutung angepasster Sortenwahl, flexibler Bewirtschaftung und guter Wassermanagementstrategien. Für die kommenden Jahre bleibt die Ertragsentwicklung stark von der Fähigkeit abhängig, mit zunehmenden Wetterextremen umzugehen. Rheinland-Pfalz steht damit exemplarisch für die Chancen und Risiken einer Landwirtschaft im Klimawandel.