Gut die Hälfte der Bevölkerung ist weiblich
Am Jahresende 2024 lebten in Rheinland-Pfalz rund 4,13 Millionen Menschen, davon waren 2,09 Millionen bzw. 50,5 Prozent weiblich und 2,04 Millionen bzw. 49,5 Prozent männlich. Das Durchschnittsalter (Median) der Rheinland-Pfälzerinnen liegt mit 48 Jahren um vier Jahre höher als das der Rheinland-Pfälzer (44 Jahre). Ein Mädchen, das heute in Rheinland-Pfalz geboren wird, hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von 83 Jahren; bei Jungen sind es rund vier Jahre weniger (78,6 Jahre). Die höhere Lebenserwartung von Frauen prägt auch die Altersstruktur der Bevölkerung: Ab einem Lebensalter von etwa 60 Jahren zeigt sich ein Frauenüberschuss, der mit steigendem Alter zunimmt. So ist Zahl der über 90-jährigen Frauen mehr als doppelt so hoch wie die der Männer.[1]

Die Geschichte des Internationalen Frauentags (International Women’s Day) begann bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Kontext der sozialen und politischen Rechte von Frauen. Die erste Idee für einen Internationalen Frauentag wurde 1910 von Clara Zetkin, einer deutschen Sozialistin und Frauenrechtlerin, auf der Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen vorgestellt. Sie schlug vor, an einem festen Tag im Jahr weltweit für die Rechte von Frauen und für ihre politische und wirtschaftliche Gleichstellung zu demonstrieren. Der erste Internationale Frauentag fand am 19. März 1911 in mehreren europäischen Ländern statt. Im Jahr 1921 wurde der Weltfrauentag endgültig auf den 8. März festgelegt.
Der Weltfrauentag wurde insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg von den Vereinten Nationen und anderen internationalen Organisationen unterstützt. Er dient nicht nur dazu, auf die Erfolge und Fortschritte der Frauenbewegung hinzuweisen, sondern soll auch weiterhin auf bestehende Ungleichheiten und Diskriminierungen aufmerksam machen.
Der Internationale Frauentag 2026 steht unter dem Motto „Rights. Justice. Action. For ALL Women and Girls“.[2]
Frauen heiraten früher als Männer
Im Jahr 2024 besiegelten die rheinland-pfälzischen Standesämter fast 17.700 Ehen – darunter 447 gleichgeschlechtliche Ehen, 225 zwischen Frauen und 222 zwischen Männern. Rheinland-pfälzische Frauen heirateten erstmals mit durchschnittlich 32 Jahren. Rheinland-pfälzische Männer waren bei ihrer ersten Eheschließung durchschnittlich zweieinhalb Jahre älter. Den Eheschließungen standen rund 7.000 Ehescheidungen gegenüber. In 81 Fällen handelte es sich um gleichgeschlechtliche Partnerschaften, darunter 54 rein weibliche Paarkonstellationen. In knapp der Hälfte (49 Prozent) der Scheidungsfälle hatten die betroffenen Paare minderjährige Kinder. Insgesamt waren rund 5.500 Minderjährige von der Scheidung ihrer Eltern betroffen.
Im Jahr 2024 waren gut 37 Prozent der Frauen in Rheinland-Pfalz ledig, bei den Männern sind es mit fast 47 Prozent deutlich mehr. Der Anteil der Verheirateten ist unter Frauen und Männern nahezu gleich (43,4 bzw. 44,2 Prozent). Geschieden waren 8,4 Prozent der Frauen und 6,4 Prozent der Männer. Verwitwet waren 10,8 Prozent der Frauen, während der Anteil unter den Männern mit 2,8 Prozent vergleichsweise gering ist.[3] Dies dürfte auf die höhere Lebenserwartung von Frauen und die damit verbundene Wahrscheinlichkeit, ihren Partner zu überleben, zurückzuführen sein.
Erstes Kind mit 30 Jahren
Im Jahr 2024 wurden insgesamt 33.600 Geburten registriert. Bei der Geburt ihres ersten Kindes waren die Rheinland-Pfälzerinnen durchschnittlich 30,1 Jahre alt. Bereits seit Jahren ist ein klarer Trend zu späteren Geburten zu erkennen: Innerhalb der letzten zehn Jahre stieg der Anteil der Mütter über 30 Jahre von 56 auf 63 Prozent. Im Jahr 2000 lag er noch bei knapp 50 Prozent. Der Anteil der jüngeren Mütter (unter 30 Jahren) sank im Lauf der letzten zehn Jahre von 44 auf 37 Prozent. Die Entscheidung für Kinder sowie der Zeitpunkt könnten unter anderem zunehmend von beruflichen und finanziellen Faktoren beeinflusst sein.
Geburten nach Alter der Mutter
Anteil in %
© Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz
Die Geburtenrate lag 2024 bei 1,41 Kindern je Frau im Alter von 15 bis unter 50 Jahren. Die Geburtenrate (zusammengefasste Geburtenziffer) gibt die Zahl der lebend geborenen Kinder an, die eine Frau – statistisch gesehen – im Durchschnitt in ihrem Leben zur Welt bringt. Diese Zahl liegt deutlich unter dem Wert von 2,1 Kindern, der notwendig wäre, um die Bevölkerung ohne Zuwanderung aufrechtzuerhalten. Seit den 1970er-Jahren liegt die Geburtenrate konstant unterhalb des Bestandserhaltungsniveaus.
Frauen sind häufiger alleinerziehend
Im Jahr 2024 lebten 118.000 Frauen in Rheinland-Pfalz allein mit mindestens einem Kind in einem Haushalt, aber nur 22.200 Männer. Das entspricht einem Frauenanteil von über 84 Prozent aller Alleinerziehenden – Frauen tragen also ganz überwiegend die Verantwortung für die Kindererziehung, wenn diese einem Elternteil allein zufällt. Der Anteil der alleinerziehenden Männer hat sich zwar im Vergleich zu 2005 (elf Prozent) etwas erhöht, ging aber in den letzten vier Jahren wieder deutlich zurück (2020: 20 Prozent).[4]


