... ein Land mit hoher Pkw-Dichte
Anfang 2025 waren in Rheinland-Pfalz mehr als 2,6 Millionen Personenkraftwagen (Pkw) zugelassen. Damit kamen 641 Pkw auf je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner, das ist die zweithöchste Pkw-Dichte aller Bundesländer. Die regionalen Unterschiede sind groß: Die höchste Pkw-Dichte Wert (646) wies das Saarland auf, die niedrigsten Werte wurden – unter anderem wegen der relativ kurzen Wege und des dichten ÖPNV-Netzes – in den Stadtstaaten registriert. Die Wege in Rheinland-Pfalz sind dagegen aufgrund der Struktur des Landes vergleichsweise weit und die Menschen insbesondere im ländlichen Raum häufig auf den eigenen Pkw angewiesen. Im Bundesdurchschnitt liegt die Pkw-Dichte bei 590 Fahrzeugen.
Im Jahr 2025 wurden in Rheinland-Pfalz rund 133.600 Fahrzeuge neu zugelassen, das waren 6.900 Neuzulassungen weniger als im Vorjahr 2024 (–4,9 Prozent). Bundesweit sank die Zahl der Neuzulassungen im gleichen Zeitraum um 2,4 Prozent.
Der Wandel in der Antriebstechnologie ist zwar erkennbar, dennoch überwiegt weiterhin der Bestand an klassischen Benzin- und Diesel-Pkw: Anfang 2025 waren 3,1 Prozent der zugelassenen Pkw in Rheinland-Pfalz reine Elektroautos (Deutschland: 3,3 Prozent). Der Anteil von Hybrid-Pkw, d. h. Fahrzeugen mit einem klassischen Verbrennermotor als Hauptantrieb, lag mit 6,5 Prozent etwas unter dem Bundesdurchschnitt von 7,2 Prozent. Deutlich höher ist der Anteil der E-Autos an den neu zugelassenen Pkw: Im Jahr 2025 waren gut 20 Prozent der Neuzulassungen rein elektrisch betrieben. Der bislang höchste Anteil wurde 2023 mit rund 21 Prozent erreicht. Im Jahr 2024 sank der Wert jedoch zunächst wieder auf etwa 14 Prozent. Dieser Rückgang dürfte vor allem auf den Wegfall staatlicher Förderungen Ende 2023 zurückzuführen sein.
Neuzulassungen von Pkw nach Kraftstoffarten
Anteil in %
© Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz
Demgegenüber war der Anteil der Neuzulassungen mit klassischem Verbrennermotor in den letzten Jahren rückläufig und erreichte 2025 mit insgesamt 41 Prozent – davon 27 Prozent Benziner, 14 Prozent Diesel – einen bisherigen Tiefststand. In Deutschland insgesamt lag der Anteil 2025 ebenfalls bei 41 Prozent.
... dabei, erneuerbare Energien auszubauen
In Rheinland-Pfalz wurden 2024 fast 64 Prozent der gesamten produzierten Strommenge durch erneuerbare Energien gewonnen. Das war der der zweithöchste bisher verzeichnete Wert. Der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung ist in Rheinland-Pfalz seit 2010 erheblich gestiegen. Damals lag der Anteil noch bei 27 Prozent. Einen wesentlichen Beitrag hierzu liefert der Ausbau der Windenergie als wichtigste erneuerbare Energiequelle. Der Ausbau der erneuerbaren Energien trägt dazu bei, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu mindern. In Rheinland-Pfalz soll nach einem Beschluss des Landtags bis 2030 eine vollständige Stromversorgung des Landes aus erneuerbaren Energien erreicht werden.[1]
Bruttostromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern
Mrd. Kilowattstunden
1 Klär- und Deponiegas, Geothermie.
Quelle: Strombilanzen Rheinland-Pfalz (Berechungsstand: Januar 2026)
© Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz
Die jährlich erzeugte Strommenge liegt unter dem Strombedarf des Landes. Daher deckt Rheinland-Pfalz einen Teil seines Verbrauchs durch Stromimporte aus anderen Bundesländern und dem Ausland. Durch den Ausbau erneuerbarer Energien ist das Land jedoch langfristig unabhängiger von Importen geworden: Während im Jahr 2010 noch 43 Prozent des Stromverbrauchs durch Nettoimporte gedeckt wurden, lag dieser Anteil im Jahr 2024 nur noch bei 25 Prozent.
Der Anteil erneuerbarer Energien an der Bruttostromerzeugung variiert erheblich zwischen den Bundesländern: Schleswig-Holstein belegte 2023 die Spitzenposition (88 Prozent), während im Stadtstaat Berlin nur 5,3 Prozent auf erneuerbare Energien entfiel.[2]
... das waldreichste Bundesland
Rheinland-Pfalz ist mit einer Fläche von 19.858 Quadratkilometern das neuntgrößte Bundesland. Sein Anteil an der gesamten Bodenfläche Deutschlands liegt bei 5,6 Prozent. Das flächenmäßig größte Bundesland Bayern ist mit gut 70.500 Quadratkilometern dreieinhalb Mal so groß. Kleinstes Flächenland ist das Saarland mit knapp 2.600 Quadratkilometern.
Flächennutzung 2024
Anteil in %
© Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz
Mit 40,5 Prozent hat Rheinland-Pfalz den größten Waldflächenanteil, gefolgt von Hessen mit 40,1 Prozent. Große Mittelgebirge wie Eifel, Hunsrück, Westerwald und Pfälzerwald sind stark bewaldet und für intensive landwirtschaftliche Nutzung nur eingeschränkt geeignet. Trotz der relativ großen Bedeutung der Landwirtschaft, insbesondere des Weinbaus, hat die landwirtschaftliche Fläche in Rheinland-Pfalz mit rund 40 Prozent einen im Vergleich zu Deutschland (50 Prozent) geringen Anteil. Für Siedlungs- und Verkehrszwecke werden 15,4 Prozent der Landesfläche genutzt, das ist etwas mehr als im Bundesdurchschnitt (14,6 Prozent). Die verbleibenden Flächen entfallen überwiegend auf Gewässer und sonstige Vegetation.
… ein beliebtes Reiseziel
Im Jahr 2025 zählten die rheinland-pfälzischen Beherbergungsbetriebe sowie die Camping- und Reisemobilplätze zusammen 8,8 Millionen Gästeankünfte, das waren zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Übernachtungen stieg um 1,2 Prozent auf 22,6 Millionen Übernachtungen. Der Anstieg der Gäste- und Übernachtungszahlen ist insbesondere auf einen deutlichen Zuwachs im Campingsegment zurückzuführen. Rheinland-Pfalz ist auch für Besucherinnen und Besucher aus dem Ausland ein beliebtes Reiseziel: Sie trugen mehr als ein Fünftel (21 Prozent) zum gesamten Übernachtungsaufkommen bei. Niederländerinnen und Niederländer stellten mit 48 Prozent den mit Abstand größten Anteil an den Übernachtungen ausländischer Reisender im Land. Es folgten die Übernachtungen von Gästen aus Belgien (13 Prozent) und den USA (sieben Prozent).
Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland nach Herkunftsländern 2025
Anteil in %
© Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz
Bis 2019 stiegen die Gäste- und Übernachtungszahlen in Rheinland-Pfalz kontinuierlich und erreichten mit 9,1 Millionen Gästen und 23 Millionen Übernachtungen ein Rekordniveau. Mit der Coronapandemie 2020 kam es zu starken Einbrüchen, die durch die Naturkatastrophe im Ahrtal 2021 weiter verstärkt wurden. Ab 2022 setzte eine Erholung ein, jedoch wurde das Rekordniveau von 2019 noch nicht wieder erreicht. In Deutschland überschritten die Gäste- und Übernachtungszahlen bereits das Vorkrisenniveau.
Gästeankünfte und Übernachtungen
Messzahl: 2015=100
1 2025 vorläufig.
© Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

Der Tourismus ist für Rheinland-Pfalz von großer Bedeutung. Doch wie hat sich die Tourismusbranche in den vergangenen Jahren im Vergleich zu anderen Bundesländern entwickelt? Konnten die Gäste- und Übernachtungszahlen nach den Einschnitten durch die Pandemie an das Wachstum der Vor-Corona-Zeit anknüpfen? Kommen die Gäste zurück in die Region Ahr, die vor der Naturkatastrophe 2021 eines der beliebtesten Reiseziele war? Welche Trends sind auf dem Beherbergungsmarkt erkennbar? Umfangreiche Informationen hierzu finden Sie in der Neuauflage der Statistischen Analyse „Der Tourismus in Rheinland-Pfalz – Strukturen, längerfristige Trends und aktuelle Entwicklung“.
... Weinland
Der Weinbau ist ein zentraler Bestandteil der rheinland-pfälzischen Tradition und Lebensart. Bedeutende Anbaugebiete wie Rheinhessen, Pfalz, Mosel, Nahe, Ahr und Mittelrhein prägen nicht nur die Landschaft, sondern auch Wirtschaft und Tourismus. Mehr als zwei Drittel der deutschen Weinmosternte 2025 – über 5,2 Millionen Hektoliter – wurden in rheinland-pfälzischen Anbaugebieten gewonnen. Gemeinsam mit Baden-Württemberg erzeugt Rheinland-Pfalz mehr als 90 Prozent der deutschen Weinernte. Weitere Bundesländer mit nennenswertem Weinanbau sind nur Bayern und Hessen mit Anteilen von fünf bzw. 2,5 Prozent.
In Rheinland-Pfalz dominiert der Anbau von Weißwein mit fast drei Viertel der Fläche (74 Prozent; Deutschland: 69,5 Prozent). Bedeutendste weiße Sorte ist der Riesling, 2025 wuchs er auf 28 Prozent der Weinbaufläche. Bundesweit liegt Riesling mit einem Flächenanteil von 23 Prozent ebenfalls auf Platz eins. Auch in nahezu allen rheinland-pfälzischen Anbaugebieten ist Riesling die prägende Sorte – mit einer Ausnahme: Das Anbaugebiet Ahr setzt als einziges überwiegend auf Rotwein. Das nahezu mediterrane Klima, die steilen Lagen und die Schieferböden bieten dort ideale Bedingungen, insbesondere für den Spätburgunder. Wichtigste rote Rebsorte in Rheinland-Pfalz insgesamt ist Dornfelder mit 9,1 Prozent der Rebfläche. Deutschlandweit ist Spätburgunder die meistangebaute rote Rebsorte (elf Prozent).